Cannelloni mit Spinat-Riccotta-Füllung und ein paar Worte zum Thema Entschleunigung.

Rezept Cannelloni mit Spinat-Ricotta-Füllung Foodblog

Heute gibt es mal einen gänzlich umgestellten Foodpost. Aufgenommen beim Grillabend während des Besuchs in der Heimat an einem wunderbar lauen Sommerabend. Nadine von Dreierlei Liebelei hatte sich ja kürzlich auch einmal hier mit dem Thema Entschleunigung auseinander gesetzt und ich könnte ihren Post voll und ganz unterschreiben.

Es ist im Alltag neben Job und Uni nicht immer möglich, Abends noch schnell das Fotoset aufzubauen, das Essen ist rechte Licht zu rücken und dann hier und da noch das Gäbelchen gegen ein anderes mit schönerer Verzierung und das Deckchen gegen eine hellere Variante auszutauschen. Möglich ist es natürlich schon, die Kapazitäten - sowohl zeitlich als auch kräftemäßig - sind im Alltag leider ziemlich begrenzt.

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Darum möchte euch ich als Kontrastprogramm heute die Cannelloni mit Spinat-Ricotta-Füllung einfach fix abgeknipst vom Terrassentisch präsentieren. Bloggen darf nicht zum Stress werden und umso schöner würde ich es finden, wenn dem ganzen ein wenig der Druck genommen wird. Mein neunter (!!) Blog-Geburtstag naht im September.

Damals war das Thema-Food bei Blogs längst nicht so dominant, aber heute klickt man sich im Internet durch so viele perfekte Blogs, die viele, viele Stunden aufwenden, um so hoch qualitative Posts zu präsentieren - das meine ich keinesfalls negativ. Ich lesen diese Blogs ja selbst unheimlich gern. Aber dennoch wünsche ich mir manchmal ein wenig mehr Alltag in Blogs. Weg von den perfekt inszenierten Sets hin zu ein bisschen mehr Realität wie z.B. bei Anne. Schlichte Fotos, einfach in Szene gesetzt, aber so schön!

Das war mein Wort zum Samstag, genießt euer Wochenende! :>

Rezept Cannelloni mit Spinat-Ricotta-Füllung Foodblog

Zutaten (für 4 Personen):
1 Zwiebel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
2 EL Butter
800 g Blatt-Spinat (TK)
250 g Ricotta
geriebene Muskatnuss
2 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
500 g passierte Tomaten
100 ml Gemüsebrühe
3 Zweige Rosmarin, fein gehackt
20 Cannelloni
200 g Parmesan, grob gerieben
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
1. 1 EL Butter in einem Topf erhitzen und die Hälfte der Zwiebeln und des Knoblauch darin andünsten.

2. Den Spinat hinzugeben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. So lange weiter kochen bis er komplett aufgetaut ist und so gut wie keine Flüssigkeit mehr im Spinat ist. Zwischendurch immer wieder umrühren.

3. Den Ricotta unterrühren und die Spinatmischung mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend Abkühlen lassen.

4. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die restlichen Zwiebeln und Knoblauch andünsten. Das Tomatenmark hinzugeben und ebenfalls kurz anrösten.

5. Anschließend die passierten Tomaten, die Gemüsebrühe und den Rosmarin hinzugeben und aufkochen lassen. Etwa 5 Minuten köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

6. Die Auflaufform ausfetten und den Backofen auf 175°C (Umluft) vorheizen. Die Cannelloni mit der Spinatmischung füllen und nebeneinander in die Auflaufform legen. Das geht am besten mit einem Spritzbeutel ohne Tülle oder ihr schneidet einfach eine Ecke von einem Gefrierbeutel ab.

7. Die Tomatensauce über die Cannelloni geben. Alles mit Parmesan bestreuen und die übrige Butter in Flöckchen auf dem Parmesan verteilen. Die Cannelloni etwa 30 Minuten im Ofen backen bis der Käse geschmolzen und goldbraun ist.

Dazu passt frisches Ciabatta oder gegrilltes Hähnchen.

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New York, New York


Während ihr das hier lest stecke ich gerade in meiner Abschlussprüfung. Die Bachelorarbeit will präsentiert werden und zum letzten Mal müssen Fragen in Sachen Medienwirtschaft beantwortet werden. Ich habe meinen ersten Uniabschluss in der Tasche, drei Jahre Studium sind rum, da kommt mal wieder die Frage auf, wo die Zeit denn nur geblieben ist? Waren nicht gerade erst gefühlt vor einem halben Jahr die Einführungsveranstaltung, die Stadtralley und die ersten Parties?

Ein neues Kapitel wird nun also beginnen. Doch bevor es wieder los geht mit all den Verpflichtungen steht erstmal eine große Reise an. In exakt drei Wochen sitze ich im Flieger nach New York. Nach New York. Nach New York. Nach New York. Nach New York. Vermutlich muss ich es noch ein paar mal wiederholen, bis ich realisiere, dass es wirklich wahr ist und ich schon bald durch diese mehr als wunderbare Metropole spazieren werde.

Mein zweites Mal Amerika. Ich bin so gespannt, fast schon hibbelig und möchte am liebsten direkt in den Flieger steigen. Ich freue mich so endlich mal wieder im englischsprachigen Ausland zu sein, die Sprache zu sprechen, all die typisch-amerikanischen Einflüsse auf mich einrieseln zu lassen, endlich wieder Dollarscheine in den Händen halten und jeden Morgen in einen anderen Muffin, Bagel oder Scone beißen - oder doch lieber die leckeren Pancakes?

Viel vorgenommen haben wir uns natürlich auch. Die Klassiker wie das Empire State Building, das Rockefeller Centre, Ground Zero, ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge, entspannen im Central Park, den Times Square und den Broadway, Madison Square Garden, die Central Station, den Highline Park, den Chelsea Market und die Piers, Ellis Island, die Statue of Liberty, Spazieren durch den Financial District, die St. Pauls Chapel und die St. Patricks Cathedral besichtigen, Stöbern bei Macys, Shoppen bei Century 21 und dem Woodbury Outlet, auf den Spuren von Carrie und Co durch Greenwhich Village schlendern, relaxen beim South Sea Port und vieles, vieles mehr.

Falls ihr noch den ultimativen New York Tipp habt, dann bitte unbedingt her damit! Was muss man unbedingt gesehen haben? Vielleicht auch schöne Orte ein wenig fernab des Touritrubels? Die schönsten Cafés, Bars und Restaurants?

Wenn ich mal groß bin..

...habe ich ein eigenes Haus am Meer.
...bereise ich die ganze Welt.
...habe ich meinen eigenen Zoo.
...habe ich einen tollen Job in einer tollen Stadt.

Diese und andere Sätze in der Art hört man oft aus Kindermündern. Erwachsen sein ist unglaublich weit weg und so macht es Spaß sich auszumalen, wie das Leben wohl in zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren sein wird. Man träumt und bastelt sich in Gedanken eine großartige Zukunft zusammen. Immer umhüllt von den schützenden Händen der Eltern. Diese geben einem ein Zuhause, von dem man weiß, dass es ein sicherer Ort ist, an dem man jeden Abend ins Bett geht um am nächsten Morgen voller Zuversicht und ohne Sorgen in den Tag zu starten. Vomittags wird durch den Kindergarten oder die Schule bestimmt. Nachmittags bleibt noch genug Zeit für die schönsten Dinge der Welt: Familie, Freunde und Hobbies. So geht das fünf Tage die Woche und anschließend folgt das Wochenende an dem genug Zeit für viele weitere schöne Unternehmungen ist. Und an jedem dieser Tage geht man Abends in Bett und lässt den Tag noch einmal kurz Revue passieren und man träumt noch ein wenig vor sich hin. Der Junge, der tagsüber im Schwimmbad war malt sich vielleicht aus später seinen eigenen Pool im Garten zu haben - wenn er mal groß ist. Das Mädchen, das jeden Dienstag zur Reitstunde geht, träumt von ihrem eigenen Pferd - wenn sie mal groß ist. Und nach der ersten Gitarrenstunde träumen die beiden Freunde von einer grandiosen Karriere als Rockstars - wenn sie mal groß sind. Wir alle schwimmen im Strom des Alltags. Werden von ihm vom Kindergarten in die Schule getragen ohne dabei viel nachzudenken oder große Entscheidungen zu tätigen. Es passiert einfach, der normale Lauf des Lebens. Am Ende der Schulzeit angekommen müssen wir den ersten großen Sprung wagen. Ausbildung oder Studium? Dennoch sind wir bei dieser Entscheidung umringt von Menschen, die uns gute Tipps geben können und gleiches erleben. Welche Option bietet uns die besten Zukunftschancen? Drei Jahre später folgt dann der zweite umso größere Sprung.

Irgendwie macht das "Wenn-ich-mal-groß-bin"-Spiel nur wirklich Spaß, wenn man so groß ist, dass man gerade über die Tischkante schauen kann. Gerade mag ich mich einfach nicht entscheiden, wie es weiter geht. Master oder Berufseinstieg? In welchem Bereich genau? Wegziehen oder in der Heimatstadt bleiben? Was macht auf Dauer glücklich? Wo werde ich glücklich? Alles Fragen auf die ich im Moment noch keine Antwort weiß - noch nicht. Bald muss sie gefunden werden. Bis dahin werde ich weiter alle möglichen Optionen vergleichen und ein wenig weiter träumen. Denn sobald man das "Wenn-ich-mal-groß-bin"-Spiel nicht mehr spielt, hat man wahrscheinlich auch keine Träume mehr: Wenn ich mal groß bin, habe ich einen Job, der mich erfüllt und lebe an einem Ort an dem ich mich wohl fühle, zusammen mit den Menschen, die mich glücklich machen.

Zu Hause auf Zeit

Einen Blogeintrag an diesem Wochentag um diese Uhrzeit gab es wohl vorher noch nie von mir, aber es gab auch eine kleine Veränderung in meinem Leben. Seit gut 120 Stunden wohne ich jetzt in Köln und gut 4000 weitere Stunden werden folgen. Ein halbes Jahr lang werde ich hier mein Praxissemester in einem für mich perfektem Unternehmen machen.

Ich sitze gerade in meinem zwischengemieteten, möblierten 12m²-Zimmmer und lausche den Autos vor meiner Haustür. Autos zählen statt Schäfchen zählen war die ersten Nächte angesagt. Heute ist nur noch gesundheitliche Regenerierung angesagt. Während des London-Trips habe ich mir eine ordentiche Erkältung eingefangen und bin immer noch damit beschäftigt, sie wieder los zu werden :blah: .

Ich musste eben an Chrissy's Blogpost zum Thema Auslandsaufenthalt denken. Köln ist wahrhaftig noch absolut in Deutschland und meine Zeit alleine in den USA war mit Sicherheit mit mehr unsicheren Faktoren verbunden, aber dennoch bin ich im Moment sehr froh, dass eine Kommilitonin von mir nur 300m entfernt von mir wohnt und ich auch sonst ein paar Leute in Köln kenne. Ganz allein in einer fremden Stadt ist es mit Sicherheit nicht leicht.

Ein Samstag in einer Wohnung allein kann ziemlich lang werden. Da schmeißt man schon fast freiwillig den Haushalt, bringt Küche und Bad zum Glänzen und lässt die Telefonleitung glühen. Aber trotz meiner (dank der Erkältung) momentan eher angenervten Grundstimmung, fühle ich mich hier wohl auf meinen wenigen Quadratmetern, die nach und nach mehr meine persönliche Note abbekommen.

Also dann, gute Nacht, Köln!