Beeren Curd: Sommer im Glas

Immer nur Lemon Curd ist ja langweilig - warum nicht mal die beerige Variante probieren? Auch wenn es draußen fies am regnen ist und langsam aber sicher kalt wird, kann man sich noch ein wenig den Sommer aufs Brot schmieren. Am besten schmeckt es wohl auf frischem Hefebrot, aber auch zum Backen als Füllung von Muffins oder Torten kann man es wunderbar verwenden. Ich muss ja gestehen, ich bin ein wenig traumatisiert, was das Erhitzen von rohen Eiern für Cremes oder Pudding angeht. Da kann man ziemlich schnell Vanille-Rührei anstelle von einer schön lockeren Vanille-Creme produzieren. Da wird Ungeduld eben sofort bestraft, wenn man es mit dem Erhitzen übertreibt. Seit dem steht der Regler des Herdes maximal auf zwei und ich lege eine Engelsgeduld an den Tag :p .

Zutaten (für 2 Gläser à 250 ml):
3 Biolimetten
250 g gemischte TK-Beeren, aufgetaut
4 sehr frische Eier (Kl. M)
200 g flüssige Butter
170 g Zucker

Zubereitung:
1. Die Beeren auftauen lassen. Die Schale von zwei Limetten abreiben. Den Saft von allen drei Limetten auspressen.

2. Den Saft und und die Schale zu den Beeren geben und pürieren. Anschließend durch ein feines Sieb streichen.

3. Die Eier, die Butter und den Zucker in einem Topf geben und verrühren. Die pürierten Beeren dazugeben und die Masse unter ständigem Rühren so lange langsam erhitzen, bis sie beginnt dicklich zu werden. Nicht kochen, sonst gibt es Rührei gerinnt sie!

4. Das Curd durch ein feines Sieb streichen und bis zum Rand in die Gläser füllen. Die Gläser gut verschließen und das Curd kalt stellen.

Himbeer Pâte de Fruits


Hallo ihr Lieben, ich bin die Jenni von Fleur du Poirier. Ich gastiere heute bei der lieben Anne die sich nach getaner Bachelorarbeit in New York eine wohlverdiente Reise gönnt. Und ich hocke in Deutschland, muss den ganzen Tag zur Schule und bin ober-neidisch. Um euch (und mir selbst) die Zeit ein wenig zu versüßen stelle ich euch Pâte de Fruits, also Fruchtgelee vor.

Fruchtgelee? Altbacken? Langweilig? Oh nein, die Franzosen haben es längst erkannt und die obersten Patissiers bieten edle Fruchtgelees an. Sie sind saftig, ober-fruchtig und haben eine tolle Textur. Ich pläderie darauf, dass auch hier Pâte de Fruits in Mode kommt. Also bitte, probiert's aus und geniesst dieses fruchtige "Bonbon", mes Cheries!

Übrigens: ihr könnt jegliche Frucht benutzen - Himbeer ist aber meinerseits einfach ein Lieblingsgeschmack!

Zutaten (für 20x20cm Form):
280g Himbeerpüree
150g Zucker
85g Glukosesirup (heller Zuckerrübensirup)
50g Zucker plus 10g Apfelpektin
20ml Zitronensaft

50g Zucker zum Rollen

Zubereitung:
1. Bringe das Himbeerpüree, den Zucker und die Glukose in einem Topf zum Kochen.

2. Mische in der Zwischenzeit die zweite Menge Zucker mit dem Apfelpektin (um später Klümpchen zu vermeiden).

3. Wenn der Inhalt im Topf kocht, rühre die zweite Zuckermischung gut ein.

4. Rühre weiter, bis das Gelee 103 Grad Celsius auf einem (Zucker-)Thermometer anzeigt, füge dann den Zitronensaft hinzu.

5. Alternativ mache ich es so (und die von euch ohne Thermometer), dass man ca. zwei Minuten nachdem man das Zucker-Pektingemisch hinzugefügt hat, den Zitronensaft einrührt, das Ganze unter ständigem Rühren weiterkocht und zwischendurch kleine Proben auf einem Teller nimmt. Das heißt: Tellerchen kühl stellen, ein (paar) Tropfen jede 1-2 Minuten nehmen. Wenn es beim Auftragen nicht mehr verläuft und es beim "Abpellen" sauber runterkommt ist es fertig.

6. Gieße das Gelee in eine anti-haft Form (Glas funktioniert auch gut!) und lasse es ein paar Stunden oder am Besten Übernacht auskühlen und trocknen.

7. Entferne das Gelee von der Form und schneide es in Quadrate und rolle diese im Zucker.

8. Auf Grund des hohen Zuckergehaltes, sind sie ewig lange haltbar - nach ein paar Wochen trocknen sie aber immer weiter aus - in den ersten Tagen sind sie also noch am schmackhaftesten!

Very Berry Erdbeermarmelade

Die drei wunderbaren Damen von der Post haben wieder gerufen! Verry Berry lautet das Motto der zweiten Runde von Post aus meiner Küche. Saisonbedingt wollte ich unbedingt etwas mit Erdbeeren machen. Gebackenes hätte wohl die Reise per Post nicht überstanden ohne komplett durchzuweichen, darum habe ich mich für Marmelade entschieden. Erdbeermarmelade in keiner wilden Kombination wie z.B. mit Basilikum, Minze oder Thymian. Das mag zwar auch wunderbar schmecken, aber ich wollte einfaches, pures Erdbeermarmeladenglück. Das holt nämlich den Sommer aufs Brot, in den Joghurt oder pur auf den Löffel. Ich freue mich jedes Jahr aufs neue wahnsinnig auf die Erdbeermarmeladenzeit, weil es einfach keine gekaufte Sorte gibt, die mir wirklich schmeckt. Drei Teile Frucht, nur ein Teil Zucker und die gewisse Prise Liebe gibt es eben nicht im Supermarkt.

Ein wenig aufgehübscht schickte ich meine Marmelade auf die knapp zweihundert Kilometer lange Reise zu meiner Tauschpartnerin und hoffe, dass sie ihr das eine oder andere Frühstück versüßt. Der Muffinwrapper, der Erdbeerstempel und die Kordel sind übrigens von Kukuwaja, der Lecker-Stempel und der Anhänger von Casa di Falcone und das Masking Tape ist von Sweet Laura.

Ich bin jedenfalls schon gespannt auf das Thema der dritten Runde von Post aus meiner Küche!

Zutaten (für 5 Gläser à 250 ml):
500g Gelierzucker 3:1
1500g Erdbeeren

Zubereitung:
1. Die Erdbeeren waschen, den Strunk entfernen und fein schneiden.

2. Die Früchte mit dem Gelierzucker in einem großen Top verrühren. Unter Rühren bei starker Hitze zum kochen bringen und unter permanentem Rühren etwa 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.

3. Eventuell müsst ihr die Marmelade noch einmal abschäumen. Anschließend füllt ihr sie randvoll in Gläser, verschließt sie fest mit dem Deckel und stellt sie etwa 5 Minuten auf den Kopf. So bildet sich ein Vakuum und die Marmelade hält länger.

Chocolate Spoons auf Reisen

Mhhhhhh, was duftet denn hier so herrlich schokoladig? Diese Frage stellen sich derzeit bestimmt einige Postboten in ganz Deutschland, die die dreihundert schokoladigen Päckchen derzeit quer durchs Land transportieren, die schon sehnlichst erwartet werden.

Und warum das ganze? Die drei Damen von der Post - Jeanny, Rike und Clara - haben die Initiative Post aus meiner Küche ins Leben gerufen bei der alle zwei Monate kleine Köstlichkeiten auf dem Postweg eine Reise antreten, um Kilometer weiter die Geschmacksknospen des Empfängers zu beglücken. Wie das alles ganz genau funktioniert und wie auch ihr mitmachen könnt, könnt ihr hier nachlesen. So kurz nach der Osterzeit hätten die drei Mädels wohl kein besseres Thema als Schokolade wählen können. Bei mir zu Hause lagerten nämlich noch Berge von Schokoeiern. Was zaubere ich bloß aus ihnen? Heile ankommen muss das schokoladige Süß und auch nach zwei Tagen auf Reise geschmacklich und qualitativ einwandfrei sein.

Die Wahl fiel daher auf Chocolate Spoons für die viele, viele Lindor Eier zu einer einzigen schokoladigen Masse verschmolzen, um anschließend in quadratischer Form mit vielen kleinen Zuckerperlen on top wieder fest zu werden. Diese kann meine Tauschpartnerin nun direkt vom Löffelchen knabbern oder in heißer Milch aufgelöst zur heißen Schokolade werden lassen. Und natürlich auch ihr, wenn ihr sie nachmacht. Allgemein sind die Schokolöffelchen eine feine Geschenkidee, wie ich finde und natürlich auch in verschiedensten Varianten zu machen: Ob mit Vollmilch-, Zartbitter- oder weißer Schokolade - vielleicht sogar mit einem Schuss Rum oder Amaretto - mit Kokosraspeln, Caramelsplittern, Toffees oder Marshmallows oben drauf - alles geht :) .

Zutaten (für 5 Stück):
150g Vollmilch-Schokolade
50g Zartbitter-Schokolade
Streudeko (z.B. Zuckerperlen)
5 Holzlöffelchen

Zubereitung:
1. Die Schokolade grob hacken und im Wasserbad schmelzen.

2. Die geschmolzene Schokolade etwas abkühlen lassen und in eine Eiswürfelform gießen.

3. Wenn die Schokolade beginnt leicht festzuwerden die Löffelchen in die Form stecken und mit der Streudeko bestreuen.

4. Die Schokowürfel am besten über Nacht im Kühlschrank aushärten lassen und anschließend aus der Form lösen.