Rhabarberkuchen mit Baiserhaube

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Ich hoffe, ihr hattet ein wunderbares langes Maiwochenende! Ich selbst hab ein paar Tage in Rom verbracht und das Treiben in der italienischen Hauptstadt genossen. Bevor ich euch ein paar Fotos des kleinen Städtetrips zeige, möchte ich heute erst das Rezept meines kleinen quasi nachträglichen Geburtstagskuchen zeigen, der gestern Nachmittag bei der Minifamilienfeier auf dem Tisch stand. So eine kleine Springform reicht für 5 Stücke.

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Zwar habe ich dieses Jahr schon öfter zwischendurch sehr einfache und schnelle Rezepte mit Rhabarber gezaubert wie z.B. Crumble oder Kompott, der erste Rhabarberkuchen des Jahres war aber dieser mit Baiserhaube. Ich steh ja schon ein bisschen auf Baiser. Oben knusprig, unten ein wenig cremig - lecker! Aber ich freu mich auch schon, wenn die Zeit der heimischen Erdbeeren so richtig angefangen hat. Erdbeere und Rhabarber sind doch schon ein ziemliches Traumpaar, oder?

Wenn ihr noch mehr Lust auf Rhabarber habt, dann sind folgende Rezepte absolut was für euch: Rhabarber-Tarte, Rhabarber-Likör, Rhabarber-Himbeer-Marmelade und kleine Rhabarber-Tartelettes. Und was ist euer liebstes Rhabarber-Rezept?

Habt einen feinen Start in die neuen Woche, ihr lieben Leser!

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Zutaten (für eine Springform Ø20cm):
600 g Rhabarber
250 g Zucker
125 g weiche Butter
1 Pck. Vanillin-Zucker
1 Pr. Salz
4 Eier
3 EL Zitronensaft
100 g Speisestärke
100 g Mehl
2 TL Backpulver

Zubereitung:
1. Den Rhabarber waschen, putzen und in etwa 1 cm dicke Stückchen schneiden. 3 der Eier trennen und das Eiweiß in den Kühlschrank stellen.

2. Die Butter mit 125g Zucker, Vanillin-Zucker und der Prise Salz cremig rühren. Das Ei, die Eigelbe und den Zitronensaft nach und nach unterrühren.

3. Die Speisestärke, das Mehl und das Backpulver vermischen und ebenfalls unterrühren.

4. Etwa die Hälfte des Teiges in eine mit Backpapier ausgelegte oder ausgefettete Springform geben. Den Rhabarber auf dem Teig verteilen und den übrigen Teig auf dem Rhabarber verstreichen.

5. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen (Heißluft: 170°C) etwa 25 Minuten backen.

6. Währenddessen die Eiweiße mit einer Prise Zucker steif schlagen. Anschließend den restlichen Zucker einriegeln lassen und etwa 3 Minuten weiter schlagen.

7. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und die Temperatur des Ofens auf 150°C runter stellen. Das Eiweiß auf dem Kuchen verteilen, so dass rundherum etwa 1 cm frei bleibt.

8. Den Kuchen für weitere 20 bis 30 Minuten in den Ofen geben bis das Eiweiß leicht gebräunt ist.

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Ein Rhabarber-Likör vielleicht?

Schnell, schnell so lang es die fruchtigen Stangen noch zu kaufen gibt. Dass man aus ihnen leckerste Kuchen, Marmeladen und Kompott zaubern kann, ist ja nichts neues. Schon länger wollte ich ausprobieren, wie selbstgemachter Sirup und Likör aus Rhabarber schmeckt. Aus Zeitgründen hab ich mich erstmal am Likör versucht.

Zutaten:
700ml Korn
300g weißer Kandis
2 Vanilleschoten
etwa 4 Stangen Rhabarber

Zubereitung:
1. Den Rhabarber waschen, putzen, nicht (!) abziehen und in kleine Stückchen schneiden. Die Vanilleschoten auskratzen.

2. Den Rhabarber in eine verschließbare Glasfasche geben. Den Kandis, das Vanillemark und die -schote hinzugeben und mit dem Korn auffüllen.

3. Mindestens vier Wochen an einem kühlen, dunklen Ort ziehen lassen und gelegentlich ein wenig schütteln.

4. Danach durch einen feinen Filter (z.B. Teefilter) geben und in kleine Fläschchen umfüllen.

Wie ihr seht, ist der Likör - mal abgesehen von der Ziehzeit - super schnell gemacht. Dank der rosa Farbe schön anzusehen und lecker ist er auch noch. Ich freue mich jetzt schon, wenn er beim nächsten Mädelsabend auf den Tisch kommt. Verschenkt habe ich auch schon ein paar Fläschchen, als Mitbringsel find ich etwas Selbsgemachtes aus der Küche einfach immer toll. Eine große Auswahl an schönen und günstigen Flaschen findet ihr z.B. hier.

Da ich momentan keinen normalen Internetzugang habe, kann ich leider nicht sofort auf alle Mails und Kommentare antworten. Ein paar weitere Posts habe ich aber schon vorbereitet für euch. Bis bald, ihr Lieben!

Rhabarber-Himbeer-Marmelade

Schnell, schnell lasst uns den Rhabarber mit in den Sommer und den Herbst nehmen. So lange es die roten Stangen noch gibt also noch fix einmal an den Herd und den Rhabarber zusammen mit ein paar Himbeeren in den Topf werden und so köstliche Marmelade zaubern. Die Marmelade hat meine Mitbewohnerin gekocht. Ein absoluter Vorteil, dass ihr Herz ebenso ziemlich stark für leckeres und gebackenes Süß schlägt - unsere Genuss-WG also quasi.

Zutaten:
250g (TK-)Himbeeren
250g Rhabarber
250g Gelierzucker 2:1
1 Vanilleschote

Zubereitung:
1. Die frischen Himbeeren waschen bzw. die TK-Himbeeren auftauen lassen. Den Rhabarber putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Das Mark der Vanilleschote auskratzen. Die Marmeladengläser mit heißem Wasser ausspülen.

2. Die Früchte mit dem Vanillemark und dem Gelierzucker in einen Topf geben und aufkochen lassen. Die Marmelade etwa 4 Minuten sprudeln kochen lassen bis die Gelierprobe* gelingt.

3. Die Marmelade schnell in die Gläser füllen, den Deckel fest verschließen und die Gläser für etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen.

* Einfach 1 TL Marmelade auf einen kalten Teller geben. Wenn die Marmelade dick wird und beim Schräghalten des Tellers nicht herunter läuft, hat die Marmelade lang genug gekocht.

Wenn es nach mir geht, könnte es Rhabarber ja das ganze Jahr geben. Egal ob als Kompott auf Joghurt oder zu Eis, als Crumble oder verbacken in gefühlten hundertdreiundzwanzig Varianten - ich kann nicht genug von im bekommen.

Aber mit der Marmelade können wir uns nun ja theoretisch selbst im Winter die Rhabarberzeit aufs Brot schmieren. Ob der Marmeladenvorrat aber so lang reicht, ist da eher die Frage :p .

Frühling heißt Rhabarber: Rhabarber-Tarte

Rhabarber gehört einfach zum Frühling dazu. Ich mag ihn ja fast in jeder Form. Egal, ob als Kompott, im Kuchen, als Crumble oder ein Stückchen roh in Zucker gedippt, einfach lecker. Beim letzten Rückblick konntet ihr ja schon sehen, dass ich gerade kürzlich mal wieder eine Rhabarber Tarte gebacken habe. Heute folgt daher endlich das Rezept.

Und in welcher Form mögt ihr Rhabarber am liebsten?

Zutaten:
Für den Teig:
200 g Mehl
60 g Zucker
1 Pr. Salz
1 Eier
125 g Butter

Für die Füllung:
4 Stangen Rhabarber
1 Vanilleschote
2 Eier
100 g Crème fraîche
200 ml Milch
80g Zucker

Zubereitung:
1. Alle Zutaten für den Teig erst mit den Knethaken des Handrührgerätes, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.

2. Die Tarteform (am besten mit Hebeboden) gut ausfetten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen.

3. Die Tarteform damit auslegen, den Teig etwas andrücken und die überstehende Ränder abschneiden. Anschließend ca. eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

4. Den Teig mehrfach mit der Gabel einstechen und im vorgeheizten Backpfen (Umluft: 175°C) etwa 10 Minuten backen.

5. In der Zwischenzeit den Rhabarber putzen und die großen Fäden ziehen und in Stücke so breit wie die Tarteform schneiden. Das Mark der Vanilleschote mit einem Messer herauskratzen.

6. Die Eier, die Crème fraîche, die Milch, den Zucker und das Mark der Vanilleschote gut verrühren.

7. Den Tarteboden aus dem Backofen nehmen, die Rhabarberstücke nebeneinander hineinlegen und mit der Eiermasse übergießen.

8. Die Tarte bei 150°C etwa 35 Minuten weiterbacken, bis die Eiermasse gestockt ist. Sollte die Tarte zu dunkel werden, einfach mit etwas Alufolie abdecken.

9. Anschließend auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und wer mag kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Heute geht es für Vanessa und mich übrigens in die Fattoria Rossi in Montecavolo. Dort wird uns wohl nicht nur der gute Parmigiano Reggiano, sondern auch Schinken, Culatello, Salami begegnen. Ein weiterer leckere Tag unserer kleinen Frosta Food Scouts Italienreise. Hier und hier und natürlich auch bei Instagram könnt ihr sehen, was wir so in Italien erleben. Ausführliche Berichte folgen natürlich wenn wir wieder zu Hause sind.

Rhabarber-Tartelettes

Rhabarber Tartelettes mit Monsterstreuseln für den Extraknuspereffekt. Zugegeben, ich schaff es einfach nie so schöne kleine Streuselchen zu zaubern wie meine Oma. Oder es liegt einfach daran, dass nur Omas die perfekten Streusel machen können. Aber auch Monsterstreuel harmonieren wunderbar mit dem säuerlichen Rhabarber. Ich bin jedenfalls froh, dass ich endlich mal wieder dazu gekommen bin mit Rhabarber zu backen. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, dieses Frühjahr viel mit Rhabarber zu machen, aber letztendlich hat die Zeit dann doch nicht gereicht und nun ist das Ende der Rhabarberzeit ja leider auch schon wieder in Sicht.

Zutaten (für 4 Tartelettes -Ø 12 cm):
Für den Mürbeteig:
130g Mehl
20g Vollkornmehl
50g Zucker
1 Pr. Salz
75g kalte Butter
1 Eigelb
1 EL Milch

Für die Streusel:
60g Mehl
50g gemahlene Haselnüsse
40g Zucker
60g kalte Butter

Für den Belag:
400g Rhabarber
20g Zucker

Zubereitung:
1. Das Mehl, den Zucker, das Salz, die klein gewürfelte Butter und das Eigelb zuerst mit den Knethaken und anschließend mit den Händen zu einem Teig verarbeiten. Wenn der Teig nicht zusammenhält, einfach einen oder ggf. mehrere Esslöffel Milch hinzufügen und weiter kneten. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt 40 Minuten in den Kühlschrank legen.

2. Für die Streusel das Mehl, die Haselnüsse und den Zucker vermischen. Anschließend die gewürfelte Butter hinzugeben und alles mit den Händen zu Streuseln verkneten und kalt stellen.

3. Den Rhabarber abziehen, die Enden abschneiden und in kleine Stückchen schneiden. Die Tartelette-Förmchen ausfetten.

4. Den Teig in viert Portionen teilen, nacheinander zwischen Backpapier rund (etwa 16 cm Ø) ausrollen und in die Tartelette-Förmchen legen. Den Rand andrücken.

5. Den Rhabarber in der Förmchen verteilen und mit dem Zucker bestreuen. Anschließend die Streusel auf den Tartelettes verteilen.

6. Die Tartelettes im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze: 200°C) etwa 35 bis 40 Minuten backen. Anschließend auf einem Gitter auskühlen lassen.

Rhabarber-Muffins

Dass gebackenes Süß mein Herz höher schlagen lässt, sollte mittlerweile bekannt sein :p . Noch toller ist es nur, wenn jemand anders für einen backt und so brachte mir der Postmann ein Paket mit Geburtstags-Überraschungs-Rhabarber-Muffins, die die Vanessa quer durch Deutschland zu mir schickte :heart: .

Ein kleines Freudentänzchen gabs gleich direkt nach dem Öffnen des Pakets. Die Überraschung war absolut gelungen und mehr als lecker waren sie noch dazu. Rhabarber trifft auf weiße Schokolade - das kann nur traumhaft schmecken. Das Rezept ist von Meliha und stand sogar schon auf meiner eigenen Nachbackliste.

Zutaten (für 12 Stück:)
300g Rhabarber
100g weiße Schokolade
350g Mehl
1 Pck. Backpulver
1 Pr. Salz
75g Zucker
2 Eier
200 ml Milch
100 ml neutrales Öl

Zubereitung:
1. Den Rhabarber waschen, schälen und in kleine Stückchen schneiden. Die Schokolade grob hacken.

2. Das Mehl in einer Schüssel mit dem Backpulver, dem Salz und dem Zucker vermischen.

3. In einer anderen Schüssel die Eier und die Milch verquirlen. Anschließend das Öl hinzugeben und alles vermischen.

4. Die Eier-Milch-Öl-Mischung zur Mehlmischung geben und kurz zu einem glatten Teig verarbeiten.

5. Zum Schluss den Rabarber unterheben und den Teig in die Muffinform geben.

6. Die Muffins im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze: 175°C) auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten backen.

7. Anschließend aus dem Backofen nehmen und etwa 5 Minuten ruhen lassen. Danach die Muffins aus der Form lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Quelle: Meliha Sweettimes